Gomaringer Schultes geht vorzeitig in den Ruhestand
Die Entscheidung kam überraschend: „Aufgrund gesundheitlicher Probleme habe ich, dem ärztlichen Rat folgend, bei Herrn Landrat Walter die Versetzung in den Ruhestand zum 1. Juli 2012 beantragt“, schreibt Manfred Schmiderer in einer Pressemitteilung. Politische Weggefährten reagierten mit Bedauern, aber viel Verständnis.
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Ulrich Eisele und Gabi Schweizer
Hemdsärmelig, zupackend, launig: So kennt man Gomaringens Bürgermeister Manfred Schmiderer. Archivbild: Rippmann
Gomaringen. Würde er nochmal oder würde er nicht mehr? Im August wollte Manfred Schmiderer sich noch nicht festlegen. Über eine fünfte Kandidatur, so erklärte er kürzlich bei einem Interview, werde er 2012 nachdenken – und abwarten, wie die Gesundheit mitmacht. Nun verkündete er seinen Rücktritt.
Das war keine einfache Entscheidung, soviel klingt durch. Und eine, über die viele politische Weggefährten bestürzt sind – die sie aber dennoch nachvollziehen können. Die Gesundheit geht vor, war gestern in unterschiedlichen Formulierungen von allen Seiten zu hören. Und auch dieses: Man schätzt den erfahrenen Schultes, und das beileibe nicht nur in seiner eigenen Fraktion, der FWV.
Das war 1981: der junge Schmiderer, 100 Tage im Amt. Archivbild: Franke
Eigentlich hätte Schmiderer seine Amtszeit, die am 27. August 2013 endet, gerne noch zu Ende gebracht und die 32 Amtsjahre in Gomaringen voll gemacht, versichert der 60-Jährige. Aber sein Arzt habe ihm „dringlich davon abgeraten“. Ihm gehe es darum, einen „sauberen Abgang“ zu machen. Dieser Schritt falle ihm „unglaublich schwer“. Den Hinweis von ärztlicher Seite könne er aber nicht einfach ignorieren. Er sei im vergangenen Jahr „länger krank“ gewesen, habe gesundheitstechnisch „verschiedene Baustellen“, sein Zustand habe sich nur teilweise gebessert.
Alles Weitere zum Rücktritt, einen Komentar und Bilder aus Manfred Schmiderers Amtszeit finden Sie in der Mittwochsausgabe des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTS.