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Die erste Trasse steht

Dettenhäuser Nahwärme-Netz kurz vor Start

Als „tolles zukunftsweisendes Projekt“ sieht Bürgermeister Thomas Engesser das von der Dettenhäuser Bürgergenossenschaft geplante Nahwärme-Netz. Am Dienstag stellten Engessers Vorgänger Hans-Joachim Raich und dessen Partner Franz Milley die erste Netz-Trasse im Gemeinderat vor.

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Dettenhausen. Wie berichtet, wurde in Dettenhausen eine Bürgergenossenschaft gegründet, die per Nahwärme-Netz die Heizungs-Power aus dem Kraftwerk der Holzwerke Zimmermann für die Gemeinde nutzbar machen will. Noch ist die Genossenschaft nicht offiziell eingetragen – doch der Gestattungsvertrag für den Aufbau des Rohrnetzes ist vom Gemeinderat schon genehmigt. Und die erste Trasse ist jetzt auch entworfen.

„Es war der Wunsch der Gemeinde, dass die erste Trasse ins Schulgelände führt“, fasste Hans-Joachim Raich am Dienstagabend für die Ratsfraktionen zusammen. Schon zu Beginn der nächsten Heizperiode könnte Nahwärme aus Dettenhausen die Schule und den dortigen Kindergarten aber auch das Rathaus beheizen, sagte Raich als Vorstandsvorsitzender der Wärme-Genossenschaft.

Bauingenieur Theo Gärtner erklärte dem Gemeinderat, wie so ein Nahwärme-Netz aufgebaut wird. Sein Büro Gall und Gärtner hat auch in Pfalzgrafenweiler (Kreis Freudenstadt) das Rohrnetz der dortigen Wärme-Genossenschaft ausgearbeitet. Die Weiler Wärme e.G. gilt den Dettenhäuser Genossen als Vorbild. In Dettenhausen soll die erste Trasse vom Heizkraftwerk der Holzwerke Zimmermann über die Torstraße und unter den Bahngleisen hindurch in die Bahnhofstraße gezogen werden. Von dort soll sie

einerseits über die Schliffstraße hinunter zur Bachstraße verlaufen,

zum anderen einen Ast bekommen, der später den Anschluss von Bismarckstraße, Schillerstraße und Hölderlinstraße erlaubt.

In der Bachstraße werden die Rohre am Rathaus vorbei geführt,

am Fußweg bei der Kreissparkasse Richtung Störrenstraße abzweigen,

dort der Störrenstraße bis zum Überweg folgen und entlang der Treppe vom Störrenstraßen-Eck zum Schulgelände hinauf führen.

Die Stahlrohre der Haupt-Trasse werden in 1,20 Meter Tiefe verlegt. Hausanschlüsse bestehen aus flexiblen Rohren und werden bis zu einer Entfernung von zehn Metern mit einer Pauschale berechnet. „Wir müssen die Häuser gleich beim Verlegen der Hauptleitung anschließen“, erklärte Franz Milley von den Holzwerken Zimmermann, „später kann man das kaum mehr zahlen“.

Anrainer werden zu

Info-Termin eingeladen

Rainer Wizenmann (FWV) wollte die Anschlusskosten präziser haben: „Was kommt denn da auf einen Hauseigentümer zu?“ Milley und Raich versprachen, dafür schon bald Info-Blätter mit Preisbeispielen zu verteilen und die Bürger mit persönlichen Anschreiben zu einem Info-Abend einzuladen. Preise wurden vorerst nicht genannt.

Ingomar Teltschik (FWV) fragte, ob nach den Erfahrungen aus Pfalzgrafenweiler „mit Widerstand zu rechnen“ sei. Franz Milley hielt ihm die schon jetzt zahlreichen Anfragen interessierter Bürger entgegen: „Wir Dettenhäuser sind andere Leut’.“ – „Wäre die Genossenschaft schon eingetragen, hätten wir nicht 38, sondern schon 70 Mitglieder.“

Nahwärme senkt die Heizkosten – aber „um wie viel Prozent ist das günstiger?“, wollte Bernfried Kraft (ULD) wissen. „20 bis 25 Prozent billiger, als wenn man mit Öl heizt“, war Milleys Antwort. Und man brauche „keinen Kaminfeger mehr“.

Bürgermeister Engesser hofft nun, dass die Genossenschaft bald eingetragen und aktionsfähig wird. mm

12.01.2012 - 08:30 Uhr | geändert: 16.01.2012 - 17:47 Uhr

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