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Wohnhausbrand in Bodelshausen

Feuerwehr rettet Frauen und Kind von Balkon

Zwei junge Frauen und ein Kind wurden beim Brand eines Wohnhauses in Bodelshausen heute früh von der Feuerwehr von einem Balkon gerettet. Das Feuer kurz vor 4 Uhr im Untergeschoss ausgebrochen und rasch gelöscht. Die anderen Bewohner konnten übers Treppenhaus ins Freie flüchten. Sieben Bewohner, drei Erwachsene und vier Kinder, mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in die Klinik.

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Ernst Bauer

Bodelshausen. In dem viergeschossigen Haus in der August-Lämmle-Straße 8 wohnten 22 Personen, vor allem "ausländische Mitbürger", wie Bodelshausens Feuerwehrkommandant Rolf Steeb sagte. Die Lage sei zunächst "ziemlich unübersichtlich" gewesen.

Artikelbild: Feuerwehr rettet Frauen und Kind von Balkon Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Wegen der starken Rauchentwicklung musste sie zwei Frauen und ein Kind von einem Balkon retten. Bild: Rippmann

13 Personen waren im Haus. Das Feuer war gegen 3.45 Uhr in einer Einzimmerwohnung im Untergeschoß des Mehrfamilienhauses ausgebrochen und hatte sich dort rasch ausgebreitet. Der 57-jährige Mieter der Wohnung versuchte noch, das Feuer zu löschen und zog sich dabei leichte Brandwunden zu. Er gab an, er habe eine Kerze angezündet und sei dann eingeschlafen. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Weil innen schon alles verqualmt war, hatten sich zwei Frauen mit einem Kind auf den Balkon geflüchtet. "Unglücklicherweise", so Steeb, drang der Rauch aus dem Fenster unten genau in diese Richtung nach oben. "So mussten wir sie mit der Leiter hinunter holen." Insgesamt wurden drei Erwachsene und vier Kinder mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Das Feuer konnte von der Bodelhäuser Wehr mit Unterstützung eines Atemschutz-Trupps aus Mössingen schnell eingedämmt werden. Die Polizei gibt den Schaden mit rund 100.000 Euro an. Das Haus ist vorerst nicht mehr bewohnbar. Die meisten Leute kamen bei Verwandten und Bekannten unter, zwei werden laut Steeb von der Gemeinde untergebracht.

Die Feuerwehr war mit insgesamt 38 Leuten und vier Fahrzeugen im Einsatz, eines davon aus Mössingen, das Rote Kreuz mit zwölf Rettungskräften und sechs Fahrzeugen; die Polizei hatte sechs Beamte vor Ort.

08.10.2012 - 10:02 Uhr | geändert: 09.10.2012 - 07:31 Uhr

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