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Impulse von oben

Spitzenfunktionärin der Jugendgemeinderäte zu Gast

Dilnaz Alhan brachte ziemlich viel Leben in den Ammerbucher Jugendgemeinderat. Ihre Botschaft: Engagieren macht Spaß und ist sogar gut fürs Studium.

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Mario Beisswenger

Ammerbuch. „Es ist deine Aufgabe. Du musst das ernst nehmen.“ Dilnaz Alhan, die 20-jährige Vorsitzende des Zusammenschlusses aller Jugendgemeinderäte im Land, wirbelte das Ammerbucher Gremium regelrecht auf. Wenigstens versuchte sie es in der öffentlichen Sitzung am Montagabend in der Entringer Kelter.

Flash-Mob auf dem Weihnachtsmarkt

Die Böblinger Jugendgemeinderätin, die in Tübingen Jura studiert, berichtete zum einen darüber, was ein Dachverband für Jugendgemeinderäte bringt, zum anderen versuchte sie, ihren Ammerbucher Kolleg(inn)en mehr Lust aufs Ehrenamt zu machen.

Alhan erzählte, wie sie ihr Projekt „Akzeptanz für alle“ aufsetzte. Sie berichtete, wie die Böblinger einen Flash-Mob auf dem Weihnachtsmarkt inszenierten oder ein Podium zum Wahlrecht ab 16 mit Beatboxing und Breakdance aufpeppten und wie sie recht flott Politiker zu den Veranstaltungen holten. „Politik und Spaß verbinden geht immer“, meinte sie. Der Ertrag für einen selber beim Organisieren: „So kommt man auch zu ein bisschen Selbstständigkeit.“

Frederik Bühler fragte verwundert, wie Alhan das Engagement mit ihrem Studium unter einen Hut bringt. „Die Erfahrungen ergänzen mein Studium“, bekam er zur Antwort. Ammerbuchs Jugendreferent Johannes Kraus vermutete optimales Zeitmanagement bei der Dachverbands-Vorsitzenden. Alhan meinte, wenn sie nur ein beliebiges Projekt machen müsste, „könnte ich das nicht voranbringen“. Sie forderte die Ammerbucher auf, bis zum Sommer noch was zu reißen: „Ihr seid noch ein halbes Jahr im Amt, da könnt ihr noch viel machen.“

Doch während der Sitzung ließen sich die jungen Rätinnen und Räte nicht recht motivieren. Lena Wallochny erkannte immerhin, dass „so etwas bei uns fehlt“. Irgendwie komme der Rat nicht so recht an die Jugendlichen ran. Das Gremium beschloss ansonsten, die letzte Änderung zur Geschäftsordnung und erfuhr von Kraus, dass sich bei der am Sonntag abgeschlossenen Online-Jugendumfrage mehr als 200 der angeschriebenen knapp 1400 Zwölf- bis 20-Jährigen in Ammerbuch beteiligt haben.

Jugendkonferenz im Frühjahr

Wenn die Umfrage ausgewertet ist, soll es eine Workshop-Phase zu einzelnen Themen der Umfrage geben. Damit bereitet der Jugendreferent, unterstützt Experten, die von der Jugendstiftung finanziert werden, die fürs Frühjahr geplante Ammerbucher Jugendkonferenz vor.

Außerdem machten sich die amtierenden Jugendvertreter in der Sitzung erste Gedanken zum „Wahlkampf“ für die im kommenden Juni stattfindende Jugendgemeinderatswahl. Da geht es zunächst um Kandidatengewinnung. Statt wie zuletzt mit dem Bollerwagen durch Ammerbuch zu ziehen, ohne damit viele Jugendliche zu erreichen, wollen die jungen Räte nun gezielt Veranstaltungen ansteuern und dort die Werbetrommel für Bewerbungen rühren. Der Vorschlag von ihrer Dachverbands-Vorsitzenden war: „Macht doch ein Beach-Volleyball-Turnier zur Eröffnung des Feldes und verteilt da Flyer.“

5000 Euro fürs Beach-Volleyball-Feld
Das größte Projekt des Ammerbucher Jugendgemeinderates ist dank der Volksbank finanziell in trockenen Tüchern. Für rund 10 000 Euro kommt ein Beach-Volleyball-Feld ins Entringer Freibad. Die Bauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen – durch viel ehrenamtliches Engagement von Otto und Walter Bühler und Hilfe der Firmen Garten-Beck und Kamer. Jetzt sicherte die Volksbank auch die Finanzen.

Am Montagabend überbrachte Günther Gamerdinger als Chef der Ammerbucher Volksbank einen Scheck über 5000 Euro für den Jugendgemeinderat. Zusammen mit den gut 4000 Euro aus Spenden und 1000 Euro aus dem eigenen Etat reicht die Summe. Kommendes Frühjahr soll dann auch der Sand zum Beachen kommen.


19.12.2012 - 08:30 Uhr

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