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Die blaue Pumpe

Ökostrom für Poltringer Wasserwerk

Seit Donnerstag sorgen zwei Turbinenpumpen im Poltringer Wasserwerk für jährlich 200 000 Kilowattstunden regenerativen Strom.

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Sie erzeugen Ökostrom: Zwei Turbinenpumpen im Keller des Poltringer Wasserwerkes wurden am ... Sie erzeugen Ökostrom: Zwei Turbinenpumpen im Keller des Poltringer Wasserwerkes wurden am Donnerstag feierlich in Betrieb genommen. Bild: Faden

Poltringen. „Wir machen Tübingen Konkurrenz, denn unsere Turbinen sind schon blau", scherzte Böblingens Oberbürgermeister Alexander Vogelgsang, der am Donnerstag die neuen Turbinenpumpen im hiesigen Wasserwerk einweihte. Per Mausklick gab der Vorsitzende des Zweckverbandes Wasserversorgung Ammertal-Schönbuchgruppe das Startsignal für die neuen Turbinen im Keller des Werkes, die sich daraufhin gemächlich in Gang setzten.

Durch die beiden Turbinen im Zulauf des Poltringer Wasserwerks werden nun jährlich rund 200 000 Kilowattstunden Strom erzeugt. Der Poltringer Ökostrom wird allerdings nicht in das Netz eingespeist, sondern ausschließlich für den Eigenbedarf der Anlage verwendet: Rund sechs Prozent des im Werk benötigten Pumpstroms können durch die neuen Turbinen gedeckt werden. Zum Vergleich: Das entspricht etwa der durchschnittlichen Verbrauchsmenge von 15 vierköpfigen Familien.

Weil in der vergangenen Woche zusätzlich die Tiefbrunnenpumpen ausgetauscht wurden, spart das Poltringer Wasserwerk in der Gesamtbilanz künftig etwa 300 Tonnen CO2 pro Jahr. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 200. 000 Euro und werden sich, so Vogelgsang, in einem Zeitraum von neun bis zehn Jahren amortisiert haben. Auch die Nutzung von Solarenergie und Blockheizkraftwerken habe der Verband für das Poltringer Wasserwerk in Erwägung gezogen, so Vogelgsang weiter. Allerdings hätten sich bei diesen Verfahren die Amortisationszeiten der Investitionen in keinem sinnvollen Verhältnis bewegt.

Der Zweckverband Ammertal-Schönbuchgruppe ist für die Wasserversorgung von etwa 120 000 Menschen verantwortlich. Seit Ende der sechziger Jahre ist das Wasserwerk in Poltringen Ausgangspunkt der Versorgung. Um das Grundwasser zu schützen, wurden Anfang der neunziger Jahre Schutzgebiete in den Quellarealen festgesetzt. Derzeit werden die Erweiterungsverfahren hierzu abgeschlossen und damit mehr als 250 Quadratkilometer Wasserschutzgebiet amtlich gemacht. Damit soll die Versorgung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser garantiert werden.

sas

20.03.2010 - 08:32 Uhr | geändert: 20.03.2010 - 08:59 Uhr
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