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Blechschäden am Übergang

Neuer Anlauf für eine bessere Kreuzungsregelung

Es kracht öfters auf der B 28-Kreuzung beim Pfäffinger Bahnübergang. Ein Gutachten soll 2013 neue Vorschläge zur Verbesserung der Lage liefern.

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Mario Beisswenger

Pfäffingen. Auf dem Weg zur Arbeit betätigt sich Ammerbuchs Bürgermeister Friedrich von Ow unfreiwillig als Unfallstatistiker. Am Pfäffinger Bahnübergang jedenfalls registrierte er in letzter Zeit drei Verkehrsunfälle. In der offiziellen Statistik tauchten die Blechschäden nicht auf. „Die Unfälle werden nicht gemeldet“, berichtete er kürzlich auf einer Sitzung des Kontrollgremiums der Ammertalbahn.

Für die Linksabbieger von Pfäffingen auf die Bundesstraße B28 ist es schwer, über die Kreuzung am ... Für die Linksabbieger von Pfäffingen auf die Bundesstraße B28 ist es schwer, über die Kreuzung am Bahnübergang zu kommen. Wie häufig der Versuch mit Blechschaden endet, ist nicht genau bekannt. Bild: Beißwenger

Von Ow regte zum wiederholten Male an, die Unfallsituation zu entschärfen. Verursacher der Karambolagen sind meist die Linksabbieger, die von Pfäffingen kommend Richtung Entringen fahren wollen. Sie rauschen in den Verkehr auf der B 28. Ursache könnte sein, dass die Abbieger, die sich auf der Bundesstraße auffädeln und bei Schrankenschließung lange aufstauen, die Sicht auf den Verkehr nehmen. Die Lichtzeichen der Ampel, die nicht an allen Signalen von Rot bis Grün reicht, könnte für die Fahrzeuglenker schwierig zu verstehen sein.

Weniger Unfälle in der Statistik

Die vertrackte Lage kennen auch die Zuständigen beim Kreis. Als Leiter der Verkehrsabteilung und als Geschäftsführer der Ammertalbahn ist Dieter Braun da informiert. Seine Unfallstatistik, die er von der Polizei hat, sieht aber anders aus als die vom Bürgermeister. Nach seinen Zahlen gehen die Unfälle zurück. Registriert hat die Polizei 2010 noch neun, 2011 dann fünf und 2012 nur noch zwei Karambolagen.

Da könnte man spekulieren, meint Braun, ob der unbeliebte Blitzer, der am Kelternrain das hier geltende Tempo 50 auf der B 28 überwacht, nicht doch auch sein Gutes habe. Dass die Situation am Bahnübergang nicht gut geregelt ist, weiß aber auch Braun. Offensichtlich kämen die Autofahrer mit der Kreuzung nicht zurecht. Nicht alle Blechschäden erreichten die Polizeistatistik, weil sich die Verursacher bei eindeutiger Schuld ein Verwarnungsgeld sparen wollen.

Der Kreis hat auch schon reagiert und für den Haushalt 2013 Geld für ein Gutachten eingestellt, das neue Lösungen für die Kreuzung bringen soll. Einfach sei die Situation nicht, weil von den Räumzeiten der Bahn bis zu den Signalisierungsvorschriften auf Bundesfernstraßen Vieles zu beachten sei. „Die genaue Erklärung dauert zwei Stunden“, sagt Braun.

Die nahe liegendste Lösung wäre die Voll-Beampelung, also Ampeln mit Lichtsignalen von Rot bis Grün, wie sie jeder Verkehrsteilnehmer leicht verstehen kann. Für Braun wäre „das eine Idee, wie es sein kann“. Die volle Ausstattung der Signale war bei der Einrichtung des Bahnüberganges nicht erlaubt worden. Begründung damals: Der Verkehrsfluss auf der Bundesstraße wäre dann zu stark eingeschränkt.

Mit Tempo 30 in Unterjesingen kann das eigentlich kein Argument mehr sein, meint man jetzt beim Kreis. Egal wie die vom Gutachter vorgeschlagenen Lösungen aussehen, „unser Ziel ist, dass es danach funktioniert“, sagt Braun. „Es kann nicht sein, dass die Situation 90 Prozent nicht verstehen.“

28.12.2012 - 18:30 Uhr | geändert: 29.12.2012 - 08:43 Uhr

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