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Endlich Gold für den Roten

Kost bekam höchste Auszeichnung für Wein-Cuvée

Der Weinbauverband zeichnete einen 2011er Rotwein von Wolfgang Kost mit der goldenen Preismünze aus. Mitgeholfen hat dabei vor allem die Natur, sagt der Wengerter.

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Mario Beisswenger

Seit mehr als 30 Jahren pflegt Wolfgang Kost seine Weinberge am Schönbuchhang oberhalb von Entringen. Bei der jährlichen Weinprämierung des württembergischen Weinbauverbandes hat er auch schon mehrfach Edelmetall bekommen. Dieses Jahr landete er zum ersten Mal in der Spitzengruppe. Völlig zurecht, findet er: Sein Schwarzriesling mit Spätburgunder sei so gut, „von einer silbernen Preismünze wäre ich da enttäuscht gewesen“.

Er ist sehr zufrieden mit der goldenen Preismünze für seinen Rotwein, doch Wolfgang Kost bekommt ... Er ist sehr zufrieden mit der goldenen Preismünze für seinen Rotwein, doch Wolfgang Kost bekommt davon kaum was ab. Bild: Beißwenger

Am Ergebnis rechnet sich Kost selbst gar keinen so großen Anteil an. „60 Prozent macht die Natur.“ 2011 sei ein sehr gutes Jahr gewesen. Er blättert zur Bestätigung in seinen Wetteraufzeichnungen. Mehr als 100 Tage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad im Weinberg hat er da notiert. Der Sommer habe genug Niederschläge geliefert, der Herbst war trocken. Dann habe er am Schönbuchspitz auch noch einen wunderbaren Boden. Runde zwei Meter tief sei die sandige Auflage aus der Verwitterung des Stubensandsteins. Die jetzt mehr als 30 Jahre alten Rebstöcke lieferten keine so hohen, dafür aber bessere Erträge.

Den weiteren Anteil am Erfolg teilt der 68-Jährige sich mit dem Weinlabor, das er im Vier-Wochen-Abstand um Rat fragt. So viel habe er an dem Wein aber gar nicht machen müssen. „Ich tu da ganz wenig.“ Wichtig sei halt sauberes Arbeiten bei der Weinlese und später im Keller.

Sein Weinwissen erweitert Kost ständig auf Reisen. Die Fortbildung im Kreis trage genauso zum wachsenden Stand der Weinkultur am oberen Neckar bei. Auch mit Blick auf Kollegen, die dieses Jahr bei der württembergischen Weinprämierung sehr gut abgeschlossen haben, meint Kost: „Vor 30 Jahren hätte ich nicht gedacht, dass wir da mal hinkommen.“

Sein Ansporn, einen möglichst guten Wein zu bekommen, liegt nicht an Absatzsorgen. „Ich habe immer zu wenig.“ Es sei mehr der sportliche Ehrgeiz. „Es ist wie beim Fußball. Da möchtest du auch mal bei den Siegern sein.“ Von seinem prämierten Wein wird er wahrscheinlich gar nicht viel abbekommen. Die älteren Herrschaften unter seinen Kunden würden wegen der Bekömmlichkeit eher dem Rotwein zusprechen. „Ich muss immer den Weißen trinken.“ Ein großer Verzicht ist das aber nicht. Kerner oder Gewürztraminer haben bei Kost auch schon Edelmetall getragen. Aber eben kein goldenes.

30.12.2012 - 15:30 Uhr | geändert: 30.12.2012 - 15:49 Uhr

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