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Besser löscht es sich im Team

Ferienprogramm-Premiere der Feuerwehr

Die Feuerwehr zeigte Jugend-lichen in Entringen, wie ein Feuerwehrauto funktioniert und wie überraschend lang es dauert, einen Grill zu löschen.

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Antonia Kurz
Einmal hinter dem Lenkrad eines Löschfahrzeugs sitzen: Auch das durften die Jugendlichen (von ... Einmal hinter dem Lenkrad eines Löschfahrzeugs sitzen: Auch das durften die Jugendlichen (von links) Francesca Nelle, Dominique Paschen, Jannik Vetter und Max Dold beim Sommerferien-Termin in Entringen. Die Tür stützt Dieter Karmann, Bild. Faden

Entringen. Die Nässe hat die Straße vor dem Feuerwehrhaus dunkel gefärbt. An diesem Samstag dürfen Kinder – unter Aufsicht – alles, was ihnen Spaß macht: Mit großen Schläuchen Wasser auf einen brennenden Grill spritzen und in ein Feuerwehrauto klettern.

Im Sommerferienprogramm bietet die Feuerwehr Jugendlichen zwischen zwölf und 16 Jahren erstmals einen Einblick in ihre Arbeit. Veranstalter Horst Hiller ist enttäuscht von der Resonanz. „Nur zehn Anmeldungen gingen ein“, sagt der Ammerbucher Feuerwehrkommandant, „davon sind sieben heute hier, sechs Jungs und ein Mädchen.“ Die Nachfrage nach dem Ferienprogramm sei dieses Jahr insgesamt nicht besonders stark gewesen, berichtet Hiller.

Er und seine Helfer haben vor dem Feuerwehrhaus einen Spielparcours aufgebaut. Im Team lernen die Jugendlichen, mit dem Wasserstrahl einen Ball zwischen zwei Schläuchen hindurch zu manövrieren. „Das geht nur, wenn man zusammenarbeitet“, erklärt Hiller. Zudem wird ein Grill mit Gas befeuert, der zum Beispiel einen brennenden Fernseher oder einen Mülleimer in Flammen simuliert. In Sicherheitskleidung dürfen die Jugendlichen die Flammen löschen. Nur wer genau zielt, kann den Brandherd ausschalten.

Auch an Kunststoffmodell eines Hauses kann das geübt werden. Der Wasserstrahl muss direkt auf das offene Fenster gerichtet sein. Dahinter steht ein Behälter. Füllt er sich mit Wasser, wird ein Gewicht nach oben gezogen und zieht durch einen Mechanismus eine Platte mit aufgemalten Flammen nach unten.

Zu was Teamarbeit befähigt, zeigte die Jugendfeuerwehr aus Herrenberg. Sie rückte an, um einen brennenden Strohballen zu löschen. In der Mittagspause stärkten sich die Teilnehmer des Sommerferienprogramms mit Würstchen. Der 13-jährige Jonathan Fuhrer ist wortwörtlich mit Feuereifer dabei. „Das Spritzen hat mir am meisten Spaß gemacht“, sagt er.

Durch Schnupperveranstaltungen wie diese hoffen Horst Hiller und sein Team, junge Menschen wie Jonathan Fuhrer für ihre Arbeit zu begeistern. In Ammerbuch gibt es im Gegensatz zu Herrenberg noch keine Jugendfeuerwehr. Doch das wird sich ändern. Das Konzept für eine gemeinsame Jugendabteilung der sechs Teilorte steht bereits. Im Herbst soll sie offiziell starten.

„Cool genug für ein heißes Hobby?“, fragt der Flyer und verspricht denjenigen, die zur Ammerbucher Jugendfeuerwehr kommen, „Kameradschaft, Spaß und Aktion, Technik und vieles mehr“.

16.08.2010 - 08:30 Uhr
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