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Rückruf-Aktion für Antipasti

Feinkost-Firma Momeni fand Listerien in Mini-Paprika

Vergangene Woche forderte die Firma Feinkost-Momeni alle ihre Kunden auf, die mit Frischkäse gefüllten Mini-Paprika und Mini-Peperoni aus dem Verkauf zu nehmen. In einer Probe war eine hohe Bakterienkonzentration gefunden worden.

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Jonas Bleeser

Entringen. Bei einer internen Kontrolle hatte der Feinkost-Hersteller in einer gefüllten Mini-Paprika eine Listerien-Infektion festgestellt. Diese Bakterien können zu schweren Gesundheitsschäden führen (siehe Kasten).

Das Ergebnis der Probe vom 1. September kam nach Angaben von Alireza Momeni am Montag vergangener Woche: „Aus Sicherheitsgründen haben wir sofort gesagt, wir machen eine Rückrufaktion“, sagt Momeni. Er ist Geschäftsführer der Firma Momeni-Feinkost, die aus der insolventen Altinger Feinkost-Firma Momeni & Niksiiar GmbH hervorging, die mediterrane Vorspeisen vertrieb. Der Schweizer Investor „Platin“ haben den Verkauf der 250-Gramm-Schalen übernommen, Momeni handelt nun von Entringen aus mit den größeren Gebinden.

Artikelbild: Feinkost-Firma Momeni fand Listerien in Mini-Paprika © HLPhoto - Fotolia.com © HLPhoto - Fotolia.com

Als das Labor-Ergebnis kam, informierte Momeni zunächst alle Kunden per E-Mail, Fax und Telefon und forderte sie auf, die Mini-Paprikas zurückzuschicken. „Das ist etwas ganz Neues für uns, das hatten wir in 24 Jahren noch nie.“ Dann schaltete er die Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes ein und ließ alle Vorspeisen in seiner Firma testen. Die Mini-Paprika hatte Momeni nach eigenen Angaben nicht selbst produziert, sondern zugekauft. Da sie gemeinsam mit den mit Frischkäse gefüllten roten und grünen Peperoni gelagert wurden, rief Momeni dann am vergangenen Freitag nach Absprache mit dem Landratsamt auch die zurück und machte die mögliche Gefahr über eine Meldung an die Deutsche Presse-Agentur bekannt.

„Wir wurden am Freitagabend tätig“, bestätigt der Leiter der Lebensmittelkontrolle Peter Behrens. „Die Kollegen waren vor Ort und haben nachgeschaut, ob die Waren entfernt sind.“ Für die aktuelle Produktion kann Behrens Entwarnung geben: „Die Proben waren alle negativ.“ Im Kreis Tübingen waren die eventuell befallenen Antipasti bereits am Samstag aus dem Verkauf genommen, sagt Behrens. „Wir haben bei den beiden Geschäften nachgefragt.“

Das können Listerien anrichten

Listerien sind Bakterien, sie können die Infektionskrankheit Listeriose auslösen. Sie kann unterschiedlich verlaufen: Manche Menschen bemerken sie nicht einmal, bei schwerem Verlauf kommt es zu Übelkeit, Durchfall und grippeähnlichen Anzeichen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, solche mit geschwächtem Immunsystem und Schwangere, bei denen es im schlimmsten Fall zu Fehlgeburten kommen kann. Bis zu einem Ausbruch können bis zu drei Wochen vergehen. Die Mini-Paprikas wurden in der Zeit zwischen dem 1. und dem 19. September verkauft. Wer nach dem Verzehr Symptome an sich feststellt, sollte seinen Hausarzt informieren.

Bild:  © HLPhoto - Fotolia.com

27.09.2011 - 08:30 Uhr | geändert: 17.10.2012 - 11:09 Uhr

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