Der Werkrealschule in Altingen dürfte eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Mit jetzt schon 35 Anmeldungen für die fünfte Klasse ist die Zweizügigkeit und damit die Voraussetzung für die Genehmigung erreicht.
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Altingen. Die Werkrealschule neuen Typs soll zweizügig sein. So will es das Kultusministerium in Baden-Württemberg. Der Klassenteiler liegt bei 32. Sind mehr Kinder für eine Klassenstufe angemeldet, werden zwei Klassen eingerichtet. Bisher war nicht klar, ob die Altinger Hauptschule, für die der Ammerbucher Gemeinderat den Ausbau zur Werkrealschule beantragt hat, diese Voraussetzung erfüllt.
Der Antrag liegt beim Regierungspräsidium Tübingen auf Eis. Man wolle abwarten, wie sich die Anmeldezahlen entwickeln, lautet die Begründung. Mit einer Entscheidung sei erst nach den offiziellen Anmel-detagen für die weiterführenden Schulen kommende Woche Mittwoch und Donnerstag zu rechnen.
Doch schon eine Woche vor den beiden Stichtagen steht fest: Es haben sich so viele Eltern für die Altinger Schule entschieden, dass es im kommenden Schuljahr dort zwei fünfte Klassen geben wird. Den Stand von 35 Anmeldungen bestätigte Schulrektor Ulrich Scheufele dem TAGBLATT gestern auf Anfrage. „Es können auch noch mehr werden“, sagt Scheufele. Einige Eltern hätten telefonisch ihr Interesse an der Schule bekundet, die 2008 als Hauptschule einen Deutschen Schulpreis für ihr pädagogisches Konzept bekam. Nachdem zum neuen Schuljahr die Entringer Hauptschule mit der Altinger zusammengelegt wird, gibt es in Ammerbuch künftig nur noch eine weiterführende Schule.
Unter den bisher 35 angemeldeten Kindern sind Schüler aus allen sechs Ammerbucher Teilorten. Dazu kommen sieben Anmeldungen aus dem Herrenberger Raum: fünf aus Gültstein und je eine aus Mönchberg und Kayh. Anders als für die Hauptschule gilt für die Werkrealschule die freie Schulwahl. Nur übergangsweise wäre es möglich, die bisherigen Schulbezirke aufrechtzuerhalten. Darauf haben sowohl Ammerbuch als auch Herrenberg als Schulträger verzichtet.
Scheufele rechnet jetzt fest damit, „dass die zweizügige Werkrealschule genehmigt wird“. Nun müsse man sich gemeinsam mit dem Schulträger Gedanken machen, „wie wir das räumlich hinkriegen“.