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Temperaturen steigen, Extreme nehmen zu

Was hat die Kälte mit dem Klimawandel zu tun?

Es gibt ja Menschen, die jetzt im Winter behaupten, es sei so kalt und schneereich. Das belege doch, dass es keinen Klimawandel gibt. Sonst müssten die Temperaturen ja steigen, zudem dürfte in Tübingen kein Schnee liegen.

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Artikelbild: Was hat die Kälte mit dem Klimawandel zu tun?

Sie argumentieren damit, dass es auch schon früher innerhalb eines Menschenlebens um zwei Grad wärmer beziehungsweise kälter wurde. Der Klimawandel ist also angeblich nicht von Menschen gemacht. Beachten muss man allerdings, dass Wetter und Klima zwei komplett verschiedene Dinge sind. Kalte Winter bedeuten also nicht, dass es keinen Klimawandel gibt. Denn Wetter ist das, was wir fühlen.

Klima ist ein statistisches Mittel über mehrere Jahrzehnte. Und da kann man den Klimawandel belegen. Es wurde nämlich innerhalb der vergangenen 50 Jahre statistisch gesehen wärmer als in den Jahrhunderten davor. Außerdem nehmen mit dem Klimawandel die Wetterextreme zu, im Winter kann es durchaus eiskalt sein und Schnee liegen. Genauso gut kann dieser innerhalb von einem Tag wieder wegtauen, wenn die Temperatur zum Beispiel von minus 15 auf plus fünf Grad steigt.

Des Weiteren war es im November überdurchschnittlich wärmer und im Januar nur minimal kälter als im langjährigen Mittel. In Zukunft, so sagen Klimaforscher, wird es deutlich mildere Winter geben. Zudem warnen sie davor, dass der Klimawandel schneller kommt und extremer wird als bisher vermutet. Aber die Folgen sind noch weit weg, also verdrängt mensch das Thema. Wir sollten den Schnee genießen, solange wir ihn noch haben.Beat Seemann, 17

Karikatur: Nora Straßburger, 18

09.02.2010 - 08:30 Uhr | geändert: 09.02.2010 - 09:19 Uhr
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