Freizeit und Beruf
Was die Lebenshilfe alles anbietet
In Tübingen gibt es einige Angebote für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung. Davon werden die meisten von der „Lebenshilfe“ organisiert.
Natalie Pfaff, 18
Die Lebenshilfe ist ein Verein, gegründet 1958, der sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen mit Behinderung zu einem eigenständigen und selbstbestimmten Leben zu verhelfen und so auch die Anerkennung der Behinderten in der Gesellschaft zu fördern. Zu diesem Zweck gibt es viele verschiedene Aktionen und Einrichtungen, die ganz unterschiedliche Lebensbereiche abdecken, von der Freizeit bis zur Wohnbetreuung. Insbesondere auch für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung. Hier eine kleine Auswahl:
1965 gründeten die Lebenshilfe und die Stadt zusammen die Tübinger Förderschule.
Die Lebenshilfe organisiert Freizeitangebote wie Zirkusbesuche, „Fasnetstreffs“, gemeinsame Spieleabende und „externe“ Freizeiten, von kleinen Tagesausflügen bis hin zu Wochenend- und ausgedehnten Urlaubsreisen. Auch Kinder ohne Behinderung sind dabei willkommen.
1995 gab es erstmals Wohnangebote für Behinderte. In Kilchberg wurde eine sogenannte „integrative Wohngemeinschaft“ ins Leben gerufen. Dabei leben Menschen mit und ohne Behinderung zusammen (siehe Artikel unten auf der Seite).
Die Lebenshilfe kooperiert mit anderen Vereinen. So können Behinderte auch in anderen Organisationen aktiv sein, was die Integration fördert.
Großen Wert legt die Lebenshilfe auf die berufliche Bildung. Mitarbeiter unterstützen Jugendliche beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Die jungen Leute werden bei der Berufswahl beraten und qualifiziert. Zudem können sie Praktika machen und Berufe erkunden. Die Lebenshilfe berät und begleitet auch Betriebe, die Praktikums- und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung anbieten.
www.lebenshilfe-tuebingen.de