Alle Jahre wieder – naht nicht nur die konsumgeile (Vor-)Weihnachtszeit, sondern auch der Buy-Nothing-Day (zu Deutsch: Kauf-Nix-Tag). Das ein Widerspruch, und gerade deshalb so wichtig. Erfunden wurde dieser Tag 1992 von der kanadischen Medien- und Werbeagentur „Adbusters Media Foundation“, die sich für Greenpeace einsetzt und für die amerikanischen Grünen tätig ist. Er findet an jedem letzten Freitag im November in Nordamerika statt – und an jedem letzten Samstag hier in Deutschland.
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Dieses Jahr ist es der 24. November.
Warum dieser Tag Sinn machen soll? Durch einen 24-stündigen Konsumverzicht soll gegen umweltschädliche und unmenschliche Herstellungsbedingungen protestiert werden. Der Tag soll uns Konsumenten zum Nachdenken anregen, über unser heutiges Konsumverhalten und über die weltweiten Folgen. Denn 20 Prozent der Weltbevölkerung konsumiert über 80 Prozent der natürlichen Ressourcen der Erde! Das Datum wurde bewusst gewählt: in den USA ist der letzte Freitag im November der Freitag nach „Thanksgiving“. Dieser Freitag wird auch „Black Friday“ genannt, denn an diesem Tag gibt es in sämtlichen Outlets in Amerika massive Prozente auf alles. Sich hier zurückzuhalten und den Kauf-nix-Tag ernst zu nehmen, ist nicht leicht: Der Tag ist weiter einer der umsatzstärksten Tage im Jahr.
Der Buy-Nothing-Day wird mittlerweile in fast 80 Ländern begangen. In Deutschland wird dieser Tag vom Verein Narra e.V. und der Konsumnetz-AG des globalisierungskritischen Netzwerks Attac organisiert. Doch so bekannt wie in den USA ist er hierzulande noch nicht. Im Grunde ist dieser Tag sehr sinnvoll: Man macht sich Gedanken übers eigene Konsumverhalten, welche Auswirkungen es auf die Länder des Südens – und nicht zuletzt auch für uns hat. Doch schiebt man den eigentlichen Einkauf nur auf?Manuela Kaczmarek, 17
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