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Wohnungsnot

Feldbetten als letzter Ausweg

Wer schon mal in Tübingen eine Wohnung gesucht hat weiß, dass das kein Spaß ist. Vor allem zum Semesteranfang wird es schwierig, ein erschwingliches WG-Zimmer zu finden.

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Dusche in der Küche? Gibt es, und meist noch nicht mal besonders billig. Denn gerade zu Semesterbeginn sind manche ziemlich verzweifelt auf Zimmersuche. Ein städtischer Mietspiegel, der die Preise festlegt, soll nun Wucher auf dem Wohnungsmarkt verhindern – wenngleich im Gemeinderat eine heftige Debatte darüber entbrannt ist, ob dieser wirklich etwas nützt und ob dadurch Sozialwohnungen vielleicht sogar teurer werden.

Fakt ist aber: Die Wohnheimplätze reichen bei Weitem nicht aus, um alle Studierenden mit bezahlbaren Zimmern zu versorgen. Aktuell kommen 16 Prozent in den Häusern des Studentenwerks Tübingen-Hohenheim unter, das in der Stadt 3560 Räume vermietet, für 200 bis 300 Euro – der Preis hängt von Größe und Ausstattung ab. Zudem gibt es die Wohnheime kirchlicher und freier Träger – dazu gehört das Studentenwerk e.V. Manche Häuser wie die Münzgasse 13 sind selbstverwaltet, die Bewohner dürfen ihre Mitbewohner also selbst aussuchen. Wird es besonders knapp auf dem Wohnungsmarkt, gibt es zu Semesterbeginn Feldbetten in Gemeinschaftsräumen. Das kam aber in den vergangenen fünf Jahren nicht mehr vor.

19.01.2010 - 08:30 Uhr
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