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Sensibilisieren!

FLUGPLATZ auf dem „Anti-Dekubitus-Tag“

Auch in Tübingen gab es am 16. November den „Anti-Dekubitus-Tag“. Den was? FLUGPLATZ-Autorin und Pflegeschülerin Imane Outaggarts, 22, hat mit einem Experten gesprochen.

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Bernd Assenheimer, 58, ist Fachdozent für Wunden und Dekubitus, Lehrer für Pflegeberufe und Wundexperte der „Initiative chronischer Wunden“ (ICW).

FLUGPLATZ: Herr Assenheimer, was ist eigentlich ein Dekubitus?

Bernd Assenheimer Bernd Assenheimer

ASSENHEIMER: Das Wort stammt aus dem lateinischen „decubare“, was so viel wie „Darnieder liegen“ bedeutet. Dekubitus wird zu den chronischen Wunden gezählt und bedeutet Wundliegen oder Aufliegen. Gehäuft tritt es bei Menschen auf, die bewegungsunfähig im Bett liegen oder im Rollstuhl sitzen. Durch den Auflagedruck des Körpers kommt es zu einer schlechteren Durchblutung der betroffenen Körperstellen. Folge: Das Gewebe stirbt ab.

Warum wurde der Anti-Dekubitus-Tag eingeführt?

Bei über 400 000 Menschen in Deutschland entsteht jährlich ein Druckgeschwür. Die „Initiative Chronische Wunden“ hat zu diesem internationalen Tag ausgerufen. Der 16. November soll dazu dienen, die Menschen über das Problem des Dekubitus aufmerksam zu machen. Die Notwendigkeit, dafür zu sensibilisieren, zeigt sich durch die Entwicklung, dass es mehr ältere Menschen gibt, die vermehrt zuhause gepflegt werden müssen. Auch Angehörige konnten sich beraten lassen. Ein Druckgeschwür kann die Lebensqualität sehr einschränken. Und auch aus wirtschaftlicher Sicht ist es besser, vorbeugend zu wirken.

Was wurde an diesem Tag von den Pflege-Schülern organisiert?

Mit großer Begeisterung war zu sehen wie die Schülerinnen und Schüler innerhalb von zwei Wochen ein Projekt auf die Beine stellten. Sie zeigten fachliche-, methodische-, soziale- und persönliche Kompetenz. An Infoständen, Umfragen und Lernstationen erklärten sie den Besuchern mit praktischen Beispielen wie man ein Dekubitus vorbeugen und erkennen kann. Die Teilnehmer lernten wie man ein Dekubitus fachgerecht verbindet.

Inwiefern betrifft dieses Thema denn auch Jugendliche?

Es stimmt – von Dekubitusgeschwüren sind eher alte, immobile Menschen betroffen. Jugendliche sind nicht selbstverständlich ausgeschlossen von diesem Thema. Junge Menschen, die im Rollstuhl sitzen, können ein Druckgeschwür entwickeln. Junge Erwachsene können früher oder später in die Situation kommen, ihre Familienangehörige mit zu pflegen. Sie sollten sich daher rechtzeitig mit dem Problem auseinandersetzen.

Eine Online-Umfrage zum Thema „Welt- und Aktionstage“ gibt es

auf www.tagblatt.de

20.11.2012 - 08:30 Uhr | geändert: 04.03.2013 - 18:42 Uhr

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