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Kommentar Contra

Es gibt zu viele Gedenktage

Wussten Sie, dass am heutigen 20. November der Tag der Industrialisierung Afrikas, der Deutsche Lebertag und der Weltkindertag ist?

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Nein? Ich auch nicht. Und da liegt das eigentliche Problem: Es gibt viel zu viele Gedenktage. Schon allein im November gibt es um die dreißig. Ist doch klar, dass Ottine-Normalverbraucherin nicht jeden einzelnen kennt, geschweige denn sich merken kann.

Jeder kennt neben den sehr bekannten Gedenktagen (wie dem Welt-Aids-Tag und dem Tag der Arbeit) nur diejenigen, die ihn auch selbst betreffen. Jeder Gedenktag mag seine Richtigkeit haben. Aber es ist dringend notwendig, die Zahl zu reduzieren. Zumal manche sehr ähnlich sind: Es gibt am 3. November den Welttag des Mannes – und am 19. November den Internationalen Männertag. Einer dieser Tage würde vollkommen ausreichen!

Andere Gedenktage kann man sich allein aufgrund der Länge des Namens kaum merken: Am 6. November etwa ist der „Internationale Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten“ – ein Gedenktag, der 2001 von der UNO eingeführt wurde. Ich leugne nicht, dass dieser Tag wichtig ist. Aber, liebe UNO, noch bürokratischer, noch länger konnte der Name nicht sein, oder? Kleiner Tipp: Ein einprägsamerer Name erhöht den Bekanntheitsgrad eines Gedenktages.

Problematisch ist zudem, wenn nur noch Gedenktage bekannt werden, hinter denen eine starke Lobby steht: Das gilt etwa für den Weltspartag, den ultimativen Tag der Kreissparkassen. Fazit: Bei den Gedenktagen gilt, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Es ist wichtig, sich auf die wichtigen Gedenktage zu konzentrieren. Deren Bekanntheit muss erhöht werden, wenn sie noch Wirkung zeigen sollen. Ruth Juraschitz, 18

20.11.2012 - 08:31 Uhr | geändert: 20.11.2012 - 18:04 Uhr

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