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Welt-Toiletten-Tag

Es geht um ganze 1,5 Quadratmeter Luxus

Ladys first: Flugzeug-WCs nur für Frauen! „Bitte beachten Sie, dass die Toiletten nicht paarungsgeeignet sind!“ „Kein Geld für Friedhofs-Klos!“ Ob Klo, WC oder Toilette – jeder Mensch muss durchschnittlich fünfmal am Tag.

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Man liest darüber, man hört Kurioses oder Seriöses, man sieht es, man riecht es. Die Toilette ist alltäglich. Und den Welttoilettentag – ja, den gibt es wirklich.

Erstmals wurde er am 19. November 2001 ausgerufen – von der Welt-Toiletten-Organisation (WTO) mit Sitz in Peking. Gründer Jack Sim ist ein ehemaliger Unternehmer. Für die WTO ist nicht nur dieser Tag wichtig, sondern auch der jährliche Welt-WC-Gipfel, auf dem Sanitärdesigner und Hygienevisionäre Wissenswertes über ihr Berufsattribut und dessen Hintergründe erfahren.

Artikelbild: Es geht um ganze 1,5 Quadratmeter Luxus

Mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung fehlt eine hygienisch ausreichende Sanitäreinrichtung. Das kann gefährliche Folgen haben: Menschen können davon krank werden und sterben, saubere Flüsse werden durch Abwässer verunreinigt. Mit diesem Tag sollen Politik und Wirtschaft wachgerüttelt werden.

Die Toilette ist kein Tabu in der heutigen Gesellschaft: Ein „stilles Örtchen“ zu haben, wohin man sich zurück zieht oder ein angeregtes Gespräch mit der Nachbarin führt, ist heutzutage schon Kulturgut: Die Menschheit wurde schließlich ein Stück zivilisiert, als sie ihren Dreck hinter einer Rohrbiegung verschwinden lassen konnte. Und: Das WC ist einer der demokratischsten Gegenstände die es gibt. Selbst ein Kaiser muss zu Fuß auf seinen Volksthron. Somit scheint der Welttoilettentag auf den ersten Blick ein sehr absurder und sinnfreier Welttag zu sein – doch Jack Sim hat Recht : „Man darf kurz darüber lachen. Aber dann sollte man das Thema ernst nehmen.“Manuela Kaczmarek, 17

20.11.2012 - 08:30 Uhr

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