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Stress lass’ nach!

Das Abi nervt nicht – das Dauerthema Abi schon

Das Abitur gilt nicht umsonst als Reifeprüfung. Nach unserem Schulabschluss starten wir mit einem soliden Paket an überaus bedeutenden Lebensgrundlagen, die uns in der Schule beigebracht wurden, ins Berufsleben. Ich glaub’, sowas wird gerne mit dem wichtig klingenden Begriff „Allgemeinbildung“ geschönt. Damit wir das auch nicht vergessen, wird ordentlich Panik gemacht.

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Annkathrin Paulus, 18

Das nervt uns schon ziemlich.

Eltern und Lehrer reden von nichts Anderem mehr! Und irgendwie bekommen wir dann doch ein schlechtes Gewissen, wenn wir merken, dass es nur noch sechs Wochen bis zu dem Tag sind, an dem entschieden wird, ob wir Akademiker oder Alkoholiker werden.

Und weil das keiner will (oder?!) gibt es vier verschiedene Möglichkeiten, das Problem auf ganz individuelle Art zu lösen. Die Pessimisten fangen schnell mit Lernen an. Sie verbarrikadieren sich in ihren Zimmern und stellen für zwei Monate sämtliche Freizeitaktivitäten ein. Dabei wächst dem Einen oder Anderen der Stress über den Kopf und er beschließt, lieber nächstes Jahr einen neuen Versuch zu starten. („Und dieses Mal fange ich früher zu lernen an!“)

Die Realisten sehen ein, dass es vernünftig wäre, sich einen Ruck zu geben, schaffen das aber noch nicht so recht. („Eigentlich wär’ Vorbereitung ja schon nicht schlecht…“)

Die Optimisten haben das Lernen nicht nötig. („Die anderen sind alle Loser.“) Denn ob bestanden oder nicht – in wenigen Wochen steigt die Party des Jahres!

Und die Journalisten schließlich freuen sich über fluchende Leserbriefschreiber. Schlagzeile: „Doppeljahrgang mäht Rasen des Anlagenparks kahl…“

Denn wir sind ja bekanntlich alle reifer geworden, seit wir Abi haben! Und Alkohloiker wreden wir swosiewo nnnie..!

31.01.2012 - 08:30 Uhr

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