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Buko-Kongress: Weltpolitik jugendfreundlich aufbereitet

Zum ersten Mal gab es auch ein Programm für Junge Leute, kurz JuLe: Politisch Interessierte aus aller Welt kamen am Wochenende nach Tübingen, um beim 33. Kongress der Bundeskoordination Internationalismus (Buko) über Gemeingüter und die EU zu diskutieren.

Lisa Maier, 19
Artikelbild: Buko-Kongress: Weltpolitik jugendfreundlich aufbereitet

„Nach den Sternen greifen“ stand auf dem Plakat: Neben den modernen Sterntalern war dort auch eine zerbrochene EU-Flagge zu sehen – um die Europäische Union drehte sich die Hälfte der Workshops.

Artikelbild: Buko-Kongress: Weltpolitik jugendfreundlich aufbereitet

Den Veranstaltern, einem Bündnis aus verschiedenen linken Gruppen, Initiativen und Organisationen, war es wichtig, keine grundsätzlichen Inhalte zu präsentieren. Trotzdem formuliert die Buko, die sich auch als Plattform für herrschaftskritische Diskussionen versteht, drei Ziele: Emanzipation, Solidarität und Widerstand. Bedeutungsschwere Worte, die für eine Kritik an Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Armut, Ausbeutung und Abhängigkeit – oder ganz einfach am Kapitalismus – nötig sind.

Das Netzwerk ist dafür gedacht, Gedanken auszutauschen und sich gemeinsam für ein herrschaftsfreies Zusammenleben aller Menschen einzusetzen. Neu am diesjährigen Treffen war nicht nur der Veranstaltungsort in Tübingen, sondern auch das „Junge Leute Programm“. Sigrun Preissing, die sich mit um diese „JuLe“-Veranstaltungen gekümmert hat, erklärt: „Es war uns wichtig, dass jede Frage erlaubt ist, dass jede und jeder einsteigen kann und nicht zu viel Vorwissen erwartet wird. Gleichzeitig, finden wir, dass stundenlange Vorträge eine Zumutung sind für junge Leute.“

So wurden Themen jugendtauglich gemacht, „zum Beispiel durch Workshops über Gemeingüter, globale soziale Rechte, Sexismus, die Privatisierung öffentlicher Güter, alternative Lebensformen, Flucht und Migration und auch die Möglichkeit, Radio selbst zu machen in der Wüsten Welle.“ Neben der „Vernetzung, die zwischen unterschiedlichen Gruppen in Tübingen stattgefunden hat“, ging es laut Preissing darum, über „Konzepte“, „Aktionen und Ideen“ zu reden, die uns „weiterbringen, um unser gestörtes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem mal abzuhaken und Formen zu entwickeln, die zukunftsfähig und fair gegenüber allen sind“.

18.05.2010 - 08:30 Uhr
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