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Die Uni wusste zu punkten

Rektor zuversichtlich für den Exzellenz-Wettbewerb

Die jüngten „Begehungen“ durch externe Bewertungskommissionen haben bei Rektor Bernd Engler die Erwartungen an ein gutes Abschneiden der Uni Tübingen bei der Exzellenzinitiative deutlich gesteigert.

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Ulrike Pfeil

Tübingen. Fast euphorisch berichtete der Rektor anlässlich der Vorlage seines Jahresberichts im dünn besetzten Senat gestern Nachmittag von dem glänzenden Eindruck, den die Uni bei den Juroren gemacht habe. An mehreren Terminen im Januar und Februar nahmen die Prüfer die Projekte in Augenschein, mit denen sich die Uni um Forschungsgelder von bis zu 70 Millionen Euro aus der zweiten Exzellenzinitiative des Bundes und um den Status „Elite-Uni“ bewirbt.

Vom Uni-Rat wiedergewählt: Rektor Bernd Engler. Archivbild: Metz Vom Uni-Rat wiedergewählt: Rektor Bernd Engler. Archivbild: Metz

Die Entscheidung über den Tübinger Anteil an der Exzellenzinitiative wird zwar erst am 15. Juni bekannt gegeben. Die Signale, die er bei den Begehungen bekommen hat, stimmen Engler jedoch sehr optimistisch: „Alle gaben ihre Begeisterung zu Protokoll“, sagte er und dankte sämtlichen Beteiligten, von den Studierenden bis zu den Dekanen, ausdrücklich für ihren Beitrag. Der „grandiose Effekt“ sei vor allem dem Eindruck zu danken, dass „die Uni mit einer Stimme spricht“. Sie habe „zu punkten gewusst“ und gezeigt, dass sie internationale Sichtbarkeit erlangen könne und „Spitzenforschung vom feinsten“ biete .

Die neue Eintracht (Engler: „spirit“) an der Universität habe sich im vergangenen Jahr auch auf anderen Feldern niedergeschlagen und zur Stärkung des Wissenschaftsstandorts Tübingen beigetragen: Die Uni konnte die Zahl ihrer Stiftungsprofessuren aus Drittmitteln steigern, sie erhielt ein neues Graduiertenkolleg („Religiöses Wissen im vormodernen Europa“) und hat mit dem neuen geisteswissenschaftlichen Sonderforschungsbereich „Bedrohte Ordnungen“ jetzt deren fünf; an fünf weiteren ist sie in Kooperation mit anderen Universitäten beteiligt. Zu den Errungenschaften des vergangenen Jahres zählte Engler auch das Islamzentrum und die Gründung eines Weltethos-Instituts an der Uni durch die gleichnamige Stiftung.

In der Lehre sieht Engler die Uni für den doppelten Abiturienten-Jahrgang im kommenden Wintersemester gut aufgestellt: mit 40 neuen Professorenstellen und fast 1200 neuen Studienplätze aus dem Landes-Ausbauprogramm werde man den erwarteten Rekord-Ansturm „abfedern“. 13 Millionen Euro konnte die Uni aus dem Bundes-Programm „Erfolgreich studieren“ für die Entwicklung und Verbesserung von Studiengängen sichern.

Mit fünf Anträgen ist Tübingen in der Finalrunde
In der Exzellenzinitiative gibt es drei Förderlinien: Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und das Zukunftskonzept. Letzteres entscheidet über den Status „Elite-Uni“.
Tübingen ist mit zwei Graduiertenschulen (Empirische Bildungsforschung, Molekulare Zellbiologie), einem Exzellenzcluster (Linguistik) und dem Zukunftskonzept „Research – Relevance – Responsibility“ in der Finalrunde. Außerdem läuft ein Fortsetzungsantrag für das Tübinger Cluster „Integrative Neurowissenschaften“ (CIN) aus der ersten Exzellenzinitiative, das demnächst in seinen Neubau einzieht.


09.03.2012 - 08:30 Uhr | geändert: 09.03.2012 - 08:39 Uhr

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