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Verlust des Elite-Titels schmerzt bis heute

Karlsruhe sieht vor allem politischen Schaden

Das Ausscheiden aus dem Kreis der Elite-Unis bekommt das KIT bis heute zu spüren. Zwar steigt die Studentenzahl, aber die Politik reagiert enttäuscht.

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LSW

Karlsruhe Der Verlust des Exzellenz-Prädikats hat dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vor allem politisch geschadet. "Die Enttäuschung der Landesregierung ist spürbar - und wir bekommen sie zu spüren", sagte KIT-Präsident Eberhard Umbach. Intern habe die Niederlage dagegen zu einer Aufbruchstimmung geführt. "Das Motto lautet: Jetzt erst recht. Wir arbeiten zurzeit an vielen Dingen gleichzeitig, von einer neuen Forschungsstrategie bis zu verbesserter Dienstleistung."

Das KIT hatte Mitte Juni seinen Status als Elite-Universität eingebüßt. Grund war, dass sie kein Forschungscluster durchsetzen konnten und damit eine von drei Voraussetzungen nicht erfüllte. "Das haben wir unterschätzt", sagte Umbach. Das in Deutschland einmalige Konzept einer Fusion der Universität mit einer Forschungsgesellschaft bleibe aber der entscheidende Wettbewerbsvorteil des KIT. Um diesen Zusammenschluss weiter voranzubringen, brauche die Einrichtung dringend die Unterstützung der Politik, sagte Umbach.

Diese habe sich jedoch nach der Niederlage zurückgezogen. "Am Tag der Entscheidung hat uns die in Baden-Württemberg für die Wissenschaft zuständige Ministerin Theresa Bauer noch eine Trost-Mail geschrieben. Inzwischen herrscht aber die Enttäuschung vor." Früher habe er gern von Zuneigungsgebern statt von Zuwendungsgebern gesprochen, sagte Umbach. "Davon kann zurzeit keine Rede sein. Ich hoffe, das ändert sich bald wieder."

Bei den 9000 Mitarbeitern habe die Aberkennung nach einer Phase der Enttäuschung und Besinnung zu neuem Schwung geführt. "Wir entwickeln eine stärker integrierte Forschungsstrategie, wir stärken unser Innovations- und Gründerprogramm, überarbeiten alle Prozesse für eine bessere Dienstleistung und setzen ein Sparkonzept um", sagte Umbach. Damit bringe sich das KIT in eine gute Ausgangsposition für künftige Begutachtungen.

In der Wissenschaft und Wirtschaft habe der Status-Verlust vor allem Bedauern und Unverständnis ausgelöst. "Häme gab es so gut wie gar nicht." Vor allem ausländische Wissenschaftler hätten die Entscheidung nicht nachvollziehen können. "Sie kennen unsere Spielregeln nicht." Auch bei den Partnern in der Industrie habe es großen Erklärungsbedarf gegeben. Keiner von ihnen sei abgesprungen.

24.12.2012 - 08:30 Uhr

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