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Aufbruch zu 72 Stunden „freier Bildung für alle“

Bis einschließlich Samstag finden im Kupferbau-Hörsaal 21 Tag und Nacht Vorlesungen statt

Tübingen. So viel freie Bildung am Stück war an der Uni Tübingen noch nie, wie sie jetzt während des studentischen Bildungsstreiks auf studentische Initiative angeboten wird: Gestern um 18 Uhr begann der Germanistikprofessor Jürgen Wertheimer im Hörsaal 21 des Kupferbaus den Reigen der öffentlichen Nonstopp-Vorlesungen, zu denen sich bisher 72 Professoren und Uni-Dozenten bereit erklärt haben – einschließlich der Personalrätin Margit Paal, die sich am Freitag um Mitternacht mit dem Thema „Party und Politik“ eingetragen hat.

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Artikelbild: Bis einschließlich Samstag finden im Kupferbau-Hörsaal 21 Tag und Nacht Vorlesungen statt

Rund 200 Studierende und eine gute Handvoll älterer Interessierter waren zum Auftakt in dem Hörsaal, der von den studentischen „Besetzern“ mit Sofas gemütlich aufgehübscht wurde. Ehe Wertheimer zu dem passenden Thema „Schiller und die Erziehung des Menschen“ kam, gratulierte er den Studenten zu ihrem Protest.

„Es geht um Sein oder Nichtsein der Institution Universität als Voll-Universität“, sagte Wertheimer unter Applaus und zählte das Systemvokabular auf, das den Unis in jüngster Zeit zu schaffen macht – von Clusterbildung bis zur „internationalen Visibilität“. Mit Bezug auf die beschleunigten Bologna-Studiengänge sprach er von einer „Satt- und Sauberpflege des Geistigen“. upf / Bild: Metz

online

Das komplette Vorlesungsprogramm unter: www.tuebingenbrennt.de

26.11.2009 - 08:30 Uhr | geändert: 26.11.2009 - 15:35 Uhr

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