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TüBus umsonst?

Toller Anreiz

TüBus umsonst, fordert seit längerem eine Initiative.

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Auch wenn es Einpendler gibt, so fahren doch viele Tübinger Bürger/innen ebenfalls häufig mit dem Auto. Nicht nur ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind, auch Familien mit (Klein-)Kindern können nicht alle Wege mit dem Fahrrad (und Anhänger) machen. Ein Hallenbadbesuch im Nordbad oder sogar der Sonntagsspaziergang bei WHO – wie kommen die Tübinger in die Kunsthalle oder in die Klinik zur ambulanten Untersuchung? Wenn das Auto wegen der Fahrt zur Arbeit sowieso vor der Tür steht, arbeitet man sich nicht in die Busfahrpläne ein, um dann auch noch 1,80 bis 2,20 Euro für eine einfache Fahrt zu bezahlen.

TüBus umsonst kann ein toller Anreiz sein, die doch manchmal umständlichere oder zeitaufwändige Busfahrt zu wählen und das Auto stehen zu lassen.

Der andere wichtige Aspekt der Initiative hat etwas mit Teilhabe an der Gesellschaft zu tun. Mobilität ist unverzichtbar für die Lebensqualität, erweitert die Bildungsmöglichkeiten der Kinder und bietet die Möglichkeit, Kontakte zu halten usw. Immer mehr Menschen haben weniger Geld zur Verfügung, leben in Armut oder sind davon bedroht. Für diese Menschen und ihre Familien bedeutet „TüBus umsonst“ einen kleinen Schritt zu mehr Möglichkeiten, am Leben in Tübingen teilzunehmen!

Solidarprinzip oder Recht des Stärkeren? Gutes Leben für alle oder besseres Leben für wenige? Radikaler Wandel für den Klimaschutz oder weiter so mit der Bequemlichkeit?

Inka Rohrßen, Tübingen

30.01.2012 - 08:30 Uhr

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