Der „Nachhaltigkeits-Entertainer“ Thomas Rau schlägt vor, durch radikal veränderten Konsum Ressourcen zu schonen.
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Thomas Rau spricht in seinem Vortrag, den ich leider nicht selbst hören konnte, wichtige Punkte an. Schon allein eine verlängerte Gebrauchsdauer der Güter hilft, Energie und Ressourcenverschwendung zu verringern. Man soll Kleines nicht kleinreden. Ob dieses Ziel allerdings durch den Wechsel vom Konsum zur Dienstleistung gelingt, ist abhängig davon, ob es uns gelingt, den Wahn zu immer neuen Geräten und immer mehr “innovativen Features” der Geräte zu verringern.
Denn nur deshalb, weil der Materialumsatz von den Verbraucher/innen zu den Produzenten verlagert wird, wird der Wandel nicht gelingen. Da sind leider noch ein paar Naturgesetzte davor, zum Beispiel das Entropiegesetz , das besagt, dass Energie nur in eine Richtung fließt und demzufolge auch das Recycling niemals so umfassend gelingen wird, wie erhofft, weder energetisch, noch materiell.
Zum Anderen müssen wir aber endlich auch Großes groß reden. Viele kleine Schritte bringen uns in der heutigen Situation eben nicht ans Ziel. Wir müssen auch die großen machen: Unbestritten liegt eines der größten realisierbaren Potenziale bei der Verringerung der Energieverschwendung in der energetischen Modernisierung des Baubestandes. Ganz klar ist auch, dass die “graue Energie” im Gebäudebestand nur einen Bruchteil der Energie darstellt, die im Betrieb benötigt wird. Und das wird bei verlängerten Performanzzyklen noch eklatanter. Also schauen wir bitte nicht nur auf die kleinen Zahlen, sondern auch auf die großen. Auch wenn das vielleicht nicht so chic ist.
Und ein guter Architekt und eine gute Architektin wird auch so keine „Kiste“ bauen, sondern ein ansprechendes Gebäude.