Ihre Meinung zu »Mein liebster Alptraum«

Bitte geben Sie den Spamschutz Code ein.
Bewertung

Um den Film zu benoten, klicken Sie auf einen der Sterne und anschliessend auf "Wertung abgeben"
Name
Ihre Meinung
Detailwertung
Durchschnitt:
Leser-Kommentare
Ihre Meinung zu »Mein liebster Alptraum«
Detailwertung
Durchschnitt:
Leser-Kommentare

Mein liebster Alptraum

Komödie mit Isabelle Huppert als großbürgerliche Galeriebesitzerin, die sich in einen prolligen Ex-Knacki verliebt.

Mon pire cauchemar
Frankreich 2011

Regie: Anne Fontaine
Mit: Isabelle Huppert, Benoît Poelvoorde, André Dussollier, Virginie Efira
102 Min. - ab 12 Jahren
TAGBLATT-Wertung
    Leser-Wertung
 

 Seine Nonchalance nützt François (André Dussollier, gewöhnlich Dauer-Darsteller für Alain Resnais) gar nichts. Im Handumdrehen ist der distinguierte Verleger ein Fremder in der eigenen Wohnung. So hätte er sich zwar schon länger fühlen können, denn dort regiert ätzend-eisig Agathe (Isabelle Huppert), Direktorin einer renommierten Kunststiftung. „Wir haben uns daran gewöhnt, in einer Art ruhiger Eiswüste zu leben.“ Als der hemdsärmelige Patrick (Benoît Poelvoorde aus „Nichts zu verzollen“) in die gediegene Atmosphäre einbricht, verschieben sich erdrutschartig die Verhältnisse. Patricks Sprüche („Das ist der Vorteil beim Durcheinandertrinken – man erinnert sich an nichts“) treffen bei Agathe auf unerwartete Resonanz.

Regisseurin Anne Fontaine („Coco Chanel“) lässt die Milieus vielleicht etwas brachial aufeinanderprallen. Dennoch gelingen ihr Szenen, die die Essenz der französischen Komödie ausmachen. Da strandet die stets topgestylte Agathe, eine Winzigkeit zerzaust, mit Patrick im verregneten, sterilen Designergarten. François und seiner neuen Flamme Julie aber ist in einem Park ein leuchtender Pariser Sommertag beschert.

So kann der Augenschein trügen, denn während François von Julies Naivität bald genervt ist, durchlaufen Agathe und Patrick ambivalente Phasen von Anziehung und Abgestoßensein – bis zum besinnungslosen Besäufnis an einem völlig stillosen Ort, der billigen Autowaschanlage samt Kneipe samt Bordell, in einer verlangsamten Kamerafahrt genüsslich ausgestellt. Einendes Band ist das Wohlergehen beider Teenie-Söhne, die miteinander zur Schule gehen. Isabelle Huppert jedenfalls spielt in dieser Gratwanderung zwischen den Humor-Klassen mit Genuss alle an die Wand.

Vielleicht allzu knallige Kontraste – Isabelle Huppert jedenfalls kann auch Klamotte.

Flashplayer benötigt.

Dorothee Hermann


Zuletzt Kommentiert

... Großartiger und wichtiger Film, der nicht in amerikanischen Gut-Böse Klischees "funktioniert" sondern differenziert und sachlich, aber mit viel Herz auf das Elend an unseren Grenzen zu den unverblümten Sklavenregionen dieser Welt aufmerksam macht, wo jede Stunde Menschen ihr Leben lassen, ertrinken, verdursten ...


Berkel über Die Farbe des Ozeans

Im Bereich:


nach Begriff
Suche im Trailer-Archiv