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Mission: Impossible - Phantom Protokoll

Geheimagent Ethan Hunt (Tom Cruise) steht in der vierten Folge der Actionserie unter Verdacht, selber ein Terrorist zu sein.

Mission: Impossible - Ghost Protocol
USA 2011

Regie: Brad Bird
Mit: Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Paula Patton
133 Min. - ab 12 Jahren
TAGBLATT-Wertung
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Die Gestalt auf der Pritsche macht eine knappe Kopfbewegung: Geheimagent Ethan Hunt (Tom Cruise) schmort im Unterhemd in seiner Moskauer Gefängniszelle, als ihn sein nächster Auftrag ereilt. Zum Glück sind die Kolleg(inn)en von der Impossible Missions Force (IMF) nicht weit. Benji (der britische Starkomiker Simon Pegg) hackt einfach das Überwachungssystem des labyrinthischen Knasts.
Wie von Geisterhand öffnen sich die Zellentüren, und gegen die herausdrängenden tätowierten Muskelpakete haben gewöhnliche Wachen keine Chance. Im Tumult kann Ethan sich barfuß davonmachen. Doch als dann noch der halbe Kreml in die Luft fliegt, aktiviert der amerikanische Präsident das Phantom-Protokoll: Die IMF existiert offiziell nicht mehr. Wenn es nicht gelingt, den wirklichen Übeltäter zur Strecke zu bringen, gelten Ethan und seinesgleichen als Gesetzlose – für die beide alte Atommächte.
Regisseur Brad Bird („Ratatouille") inszeniert schon den Vorspann als atemlose Verfolgungsjagd, in der das Superhandy das Foto der Auftragskillerin um Sekundenbruchteile zu spät präsentiert. Uralte Telefonzellen oder Güterwaggons bergen die neuesten technischen Errungenschaften, wenn sich Ethan und sein Team einmal nicht mehr allein helfen können. Wenn in dem grandiosen Action-Spektakel auch noch die Elemente verrückt spielen, muss sich Ethan eben wieder ohne GPS durch den Sandsturm kämpfen.
Eine gewisse Nostalgie ist zu spüren, eine Ahnung, dass das Action-Handwerk obsolet werden könnte. Das bringt die Hacker-Kanone Benji ins Spiel. In der einzigen Szene, in der er als zusätzlicher Haudrauf dringend gebraucht würde, sagt er schnell: „Äh, ich bin am Computer." Niemals würde ein Ethan Hunt in dieser Weise die körperliche Konfrontation scheuen. Tom Cruise verkörpert aufs Charmanteste die alte Schule – die aber könnte ebenso schnell verschwinden wie Nuklearcodes im Aktenkoffer zugunsten von Rechnerdateien.

Vergisst über den atemberaubenden Stunts nie, wie lustig das Action-Kino sein kann.

Flashplayer benötigt.

Dorothee Herrmann


Zuletzt Kommentiert

... Großartiger und wichtiger Film, der nicht in amerikanischen Gut-Böse Klischees "funktioniert" sondern differenziert und sachlich, aber mit viel Herz auf das Elend an unseren Grenzen zu den unverblümten Sklavenregionen dieser Welt aufmerksam macht, wo jede Stunde Menschen ihr Leben lassen, ertrinken, verdursten ...


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