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Interview mit Matt Damon

Hollywoods profitabelster Schauspieler ist nur tagsüber ein Held

In "Green Zone" spielt Matt Damon einen US-Soldaten, der nach dem Einmarsch in den Irak die Existenz von Massenvernichtungswaffen anzweifelt. Eine Paraderolle für den 39-jährigen Hollywood-Star.

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DIETER OSSWALD
Artikelbild: Hollywoods profitabelster Schauspieler ist nur tagsüber ein Held Im Polit-Thriller "Green Zone" ist Matt Damon mal wieder in Action zu sehen. Foto: Universal

Sie haben mit "Der Soldat James Ryan" ein Weltkrieg-Drama gedreht, CIA-Agent waren sie auch schon. Wie haben Sie sich auf den Irak-Einsatz vorbereitet?

MATT DAMON: Fast alle Darsteller in Uniform sind Veteranen, die im Irak oder in Afghanistan im Einsatz waren. Die wussten sehr genau, wie sie sich selbst richtig verhalten mussten und halfen mir mit diesem Wissen weiter. Ich hatte regelrechte Checklisten, wie ich mich in bestimmen Situation bewegen musste. Zugleich hatte ich die Kopfhörer im Ohr, in die der Regisseur gerne etwas brüllte, um die Atmosphäre von Chaos zu verstärken.

Sie spielen in politischen Filmen wie "Syriana", "Der gute Hirte" oder "Green Zone". Zugleich sind Sie in Popcorn-Filmen wie "Oceans Eleven" oder den "Bourne"-Thrillern dabei - hängt ihr Herz mehr am Spaß oder am Weltverbessern?

DAMON: Bezweifeln Sie etwa, dass wir die Welt mit "Oceans Eleven" verändert haben? (grinst). Im Ernst, der Kannibale von Rotenburg ging mit einem seiner potentiellen Opfer ins Kino, wo gerade "Oceans Eleven" lief. Danach sagte das Opfer: "Ich möchte doch nicht mehr von dir gegessen werden" und verschwand. Als "Oceans"-Regisseur Steven Soderbergh von dieser Geschichte erfuhr, sagte er: "Genau deshalb haben wir diesen Film gedreht: Leben retten". (lacht)

Und wie lautet eine ernsthafte Antwort auf die Frage?

DAMON: Mir gefallen alle Arten von Filmen und besonders gut gefällt mir die Tatsache, dass ich nicht immer dasselbe spielen muss. Entscheidend für mich ist, dass ein Film in seinem Genre gut ist, schließlich verbringe ich mindestens sechs Monate meines Lebens damit. Es ist ein besonderer Reiz, wenn Stoffe aktuelle Themen behandeln, die uns alle betreffen - aber manchmal macht es einfach auch Spaß, reine Unterhaltung zu machen.

Tony Blair musste sich vor einem Ausschuss für den Irak-Krieg rechtfertigen - was halten Sie von der Forderung, dass auch von George W. Bush zu verlangen?

DAMON: Wer einen Krieg beginnt, muss sich auch rechtfertigen. Im Jahr 2003 wurde gesagt, der Grund wären Massenvernichtungswaffen im Irak - doch diese Waffen gab es nicht. Also wollen wir die wahren Gründe für diesen Krieg wissen, und zwar auch von Bush. Wenn ein Kind eine Vase zerbricht, wird es gefragt, warum das geschah. Warum sollte es für einen Präsidenten anders sein?

Wie bekommen Sie Ihre vielen Filme mit Ihrer jungen Familie unter einen Hut? Wechselt der coole Leinwandheld daheim die Windeln?

DAMON: Im Unterschied zum manch anderen Vätern macht es mir absolut nichts aus, Windeln zu wechseln. Es ist allerdings ein seltsames Gefühl, wenn man tagsüber den Helden spielt - und nach Feierabend hat man zuhause keine Chance gegen sein Kleinkind.

Sie wurden zum "profitabelsten Star von Hollywood" gekürt - was bedeutet das für Sie?

DAMON: Es ist, als ob man beim Geburtstag gefragt wird, ob man sich nun älter fühle: Mir geht es dadurch nicht anders als zuvor. Es ist natürlich ein schönes Gefühl, schon weil es bedeutet, dass ich in den nächsten Jahren nicht arbeitslos werde. Vielleicht bedeutet es aber auch nur, dass ich bislang immer zu wenig Gage bekommen habe (lacht).

Sie feiern am 8.Oktober Ihren 40. Geburtstag - haben Sie Angst davor?

DAMON: Nein, als Sportler hätte ich davor vielleicht Angst. Die Arbeit mit Leuten wie Clint Eastwood oder Morgan Freeman hat mir aber einmal mehr gezeigt, wie grandios Schauspieler auch in diesem Alter sein können. Ich kann mich also noch auf einiges freuen.

16.03.2010 - 08:30 Uhr | geändert: 18.05.2010 - 13:54 Uhr
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Schlechter Film: weder witzig, noch spannend, noch interessant.


Mary über Zettl

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