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Oscars werfen Schatten

Christoph Waltz und "Das weiße Band" sind nominiert

"Das weiße Band" und Schauspieler Christoph Waltz sind für den Oscar nominiert worden. Das Spektakel "Avatar" wurde neunmal nominiert.

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Artikelbild: Christoph Waltz und "Das weiße Band" sind nominiert Christoph Waltz in "Inglourious Basterds"

Das wird ein selten spannendes Oscar-Rennen. Mindestems vier Filme können sich in diesem Jahr ernsthaft Chancen ausrechnen, als bester Film ausgezeichnet zu werden: James Camerons Science-Fiction-Spektakel "Avatar" und Kathryn Bigelows Irak-Drama "Tödliches Kommando" (beide mit je neun Nominierungen), Quentin Tarantinos Kriegs-Grotekse "Inglourious Basterds" (acht) und die Tragikomödie "Up in the Air" (sechs).

Das Schwarzen-Ghetto-Drama "Precious", das zu Beginn der Oscar-Saison im Herbst als großer Favorit galt, ist immerhin mit sechs Nominierungen dabei. Nicht leer ausgehen wird gewiss der tolle Animationsfilm "Oben" aus dem Hause Pixar (fünf Nominierungen).

Unter den Schauspielern läuft es auf ein Duell hinaus zwischen George Clooney ("Up in the Air") und Jeff Bridges für seinen Auftritt als saufender Country-Musiker in "Crazy Heart". Morgan Feeman, Colin Firth und Jeremy Renner sind ebenso nominiert.

Artikelbild: Christoph Waltz und "Das weiße Band" sind nominiert "Das weiße Band" mit der Tübinger Jungschauspielerin Leonie Benesch.

Auch unter den Darstellerinnen ragen zwei heraus: Meryl Streep. die für "Julia & Julia" ihre 16. (!) Oscar-Nominierung erhielt, und Sandra Bullock, die gerade mit dem Sportdrama "The Blind Side" den größten Erfolg ihrer Karriere feiert. Skurrilerweise wurde Sandra Bullock auch für eine Goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin nominiert (in der Komödie "Verrückt nach Steve").

Der Österreicher Christoph Waltz gilt derweil dank seiner Darstellung als diabolischer SS-Offizier in "Inglourious Basterds" als klarer Favorit für den Nebendarsteller-Oscar. Eventuell könnte ihm Woody Harrelson für seine Leistung in dem Kriegsheimkehrer-Streifen "The Messenger" in die Quere kommen.

Das beklemmende deutsche Drama "Das weiße Band" des österreichischen Regisseurs Michael Haneke wurde wie erwartet in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" nominiert - plus eine Nominierung für Kameramann Christian Berger.

Weitere deutsche Oscar-Hoffnungen: In der Kategorie der Dokumentar-Kurzfilme wurde die deutsch-polnische Produktion "Mauerhasen" nominiert. Und der aus Frankfurt stammende Komponist Hans Zimmer, der freilich schon lange in Hollywood lebt und arbeitet, ist mit seiner beschwingten "Sherlock Holmes"-Musik im Rennen.

25.02.2010 - 08:30 Uhr | geändert: 16.03.2010 - 15:10 Uhr
Zuletzt Kommentiert

Schlechter Film: weder witzig, noch spannend, noch interessant.


Mary über Zettl

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