Von wegen, das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist das schwierigste: Volleyball-Erstligist EnBW TV Rottenburg hat bisher überzeugend den Gegenbeweis angetreten und ist erfolgreich wie noch nie.
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thomas de marco
Hoppla, jetzt kommen wir! Rottenburgs Volleyballer sind die Überraschung in der Ersten Bundesliga. Archivbild: Ulmer
Rottenburg. Nach dem 3:0-Triumph im Pokal-Viertelfinale über den Moerser SC musste Rottenburgs Manager Jörg Papenheim erst einmal tief Luft holen. „Es ist großartig, was hier passiert. Erst haben wir als Aufsteiger die Play-off-Spiele erreicht, dann eine Superserie in der Vorrunde hingelegt und jetzt noch zum ersten Mal das Halbfinale im Pokal erreicht. Aber das ist auch der Lohn für unsere gute Arbeit.“
Es ist schon ein verrücktes Jahr, das die Rottenburger Volleyballer hinter sich haben. Da war der Liga-Neuling gleich in die Play-off-Runde gestürmt (in der Meister Friedrichshafen viel zu stark war) – und dann hatten sich alle zweifelnd gefragt, ob der TVR diesen Erfolg wiederholen könnte. Aber ja doch, lautete die Botschaft der Rottenburger, die gleich am zweiten Spieltag mit ihrem 3:2-Sieg bei SCC Berlin bundesweit aufhorchen ließen.
Die Gründe für den anhaltenden Höhenflug sind vielschichtig: Zum einen hat Zuspieler Michael Neumeister problemlos die Lücke geschlossen, die Thomas Welz durch seinen Ausstieg hinterlassen hatte. Zum anderen passen die Neuzugänge bestens ins Team – allen voran Diagonalspieler Falko Steinke und Mittelblocker Tibor Filo. Dazu kommt, dass die bisherigen Spieler fast durchweg besser geworden sind im Vergleich zur Vorsaison – bestes Beispiel ist Kapitän Matthias Pompe, der im Sommer zum Nationalspieler aufgestiegen ist.
Acht Siege hatten die Rottenburger als Saisonziel ausgegeben – die hat der Tabellendritte jetzt schon einen Spieltag vor Ende der Hinrunde zusammen. Eine sensationelle Bilanz, die durch das 0:3 gestern Abend im Pokal-Halbfinale bei Titelverteidiger Haching (siehe vierte Sportseite) kaum getrübt wurde. Bevor es nun im Januar mit dem Spiel in Düren weitergeht, haben die TVR-Spieler noch eine angenehme Aufgabe zu erledigen: Sie müssen das Saisonziel neu definieren und nach oben korrigieren.
Rottenburger Volleyball-Sprüche
„Wir hätten heute auch gegen die Hallendecke angreifen können und wären irgendwie durchgekommen!“
Dirk Mehlberg nach dem 3:0 über Königs Wusterhausen
Es ist schwierig, auf dem Feld kraftlos zu sein, wenn Hans draußen so abgeht.
Thomas Ranner über Trainer Müller-Angstenberger
Ich habe keine Ahnung, vielleicht habe ich zu viel nachgedacht.
Falko Steinke über seine Startprobleme beim 3:1 gegen TV Bühl
Es ist schon unglaublich, wie gut es für uns läuft.
Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger nach dem 3:1-Heimsieg über VC Franken
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